Die meisten Gartenböden sind nährstoffreich und besitzen eine gute Durchlässigkeit. Damit eignen sie sich auch für das Anlegen eines Obstgartens. Damit neu angepflanzte Bäume sofort gut gedeihen, müssen sie bereits bei der Pflanzung ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Die Pflanzgrube muss so groß und tief ausgehoben werden, dass sie außer dem Wurzelballen auch noch eine Gabe aus organischem Dünger aufnehmen kann, bevor der junge Baum mit Wasser kräftig eingeschlämmt wird.
Bei festen, lehmigen Böden kann auch eine Schaufel voll Sand dazu beitragen, dass sich das Wurzelwerk nach der Pflanzung schneller verzweigen kann. Ausreichende Nährstoffe sind wichtig für ein gutes Wachsen der Bäume und für lohnenswerte Ernten. Dabei darf der Boden nicht überdüngt werden, denn das würde einen übermäßigen vegetativen Holzwuchs fördern, der immer zu Ungunsten des Fruchtholzes ausfällt.
Eine Überdüngung des Bodens kann auch dazu führen, dass die Bäume für Krankheiten anfällig werden und die Früchte an Geschmack verlieren. Am Sinnvollsten ist eine Grunddüngung im Herbst mit langsam wirkendem Dünger und eine Düngung im Frühjahr mit organischem Volldünger. Eine besondere Behandlung benötigen Obstbäume, die im Rasen oder einer Wiese stehen. Auf schweren und lehmigen Böden kann es schnell zu Bodenverdichtungen kommen, die das Gedeihen der Bäume ungünstig beeinflussen können. Die Baumscheibe, ein breiter grasfreier Rand um den Baum herum etwa im Durchmesser der Baumkrone, sollte immer krautfrei sein und regelmäßig aufgelockert werden. Die Baumscheibe kann ganzjährig mit Rasenschnitt gemulcht werden, was zu einer großen Verbesserung der Bodenqualität führt.
Wachsen Rasen und Obstbäume auf einem leichten, sandigen Boden, der in der Regel schneller austrocknet als schwerer Lehmboden, benötigen die Obstbäume vor allem im Sommer eine zusätzliche Wasserzufuhr