MW-Webverzeichnis - Der Obstbaumschnitt


Der Obstbaumschnitt

Direkt nach dem Pflanzen kann bei dem neuen Obstbaum ein erster Rückschnitt notwendig werden. Dieser Pflanzschnitt ist notwendig, falls der Baum durch das Versetzen von der Baumschule in den eigenen Garten Wurzelmasse verloren hat.

In der Folgezeit benötigen Obstbäume in aller Regel wenig Pflege, ohne einen regelmäßigen Schnitt verwildern sie allerdings und bringen nur noch kleine oder gar keine Früchte mehr. Aber auch ein falscher Baumschnitt kann dazu führen, dass die Bäume nur noch einen geringen Ertrag bringen. Ziel des Obstbaumschnittes ist, dass die fruchttragenden Äste ausreichend Luft, Licht und Sonne bekommen. Geschnitten werden die meisten Obstbäume nach Abschluss der Vegetationszeit, also in ihrer Ruheperiode in der Zeit von November bis März oder auch April, bei beginnender Obstblüte ist es bereits zu spät. Beim Schneiden muss die Lufttemperatur über dem Gefrierpunkt liegen, am günstigsten sind sonnige und trockene Tage. Für Pfirsich- und Nektarinenbäume ist der richtige Schnittzeitpunkt im April oder Mai, weil man bei diesen Bäumen auf die Blütenknospen achten muss.

Süßkirschen haben einen vollkommen anderen Schnittzeitpunkt, denn sie werden im Sommer, direkt nach der Kirschernte, zurück geschnitten. Zwetschgen- und Pflaumenbäume kommen auch ohne einen Schnitt zurecht, ein regelmässiges Ausdünnen und Herausschneiden alter und abgestorbener Zweige bringt aber größere Früchte und erleichtert die Ernte.

Der richtige Obstbaumschnitt ist also nicht ganz einfach und will gelernt sein. Für den unerfahrenen Hobbygärtner gibt es aber eine große Anzahl von Möglichkeiten, den Obstbaumschnitt zu erlernen, sei es durch Studium von Fachliteratur oder in theoretischen Kursen. Sehr hilfreich sind auch Schnittvorführungen in der Praxis, die hin und wieder von Gartenbaubetrieben oder Baumschulen angeboten werden.

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