Gewissermaßen als Dreifaltigkeit zeigt das MARTa Museum in Herford/NRW schon im Namen sein Konzept. Das M weist auf Möbel hin, einem Industriezweig, der in Herford Tradition ist. ART ist der Wortteil, der auf Kunst schließen lässt. Die zeitgenössische Kunst im 21. Jahrhundert bildet den Kern. Und dass Sie als Besucher, Aussteller und Veranstalter ein angenehmes Umfeld vorfinden, darauf zeigt das a für Ambiente.
Für alle Altersgruppen, d. h. Kinder, Teenager und Erwachsene, finden Vorführungen und Workshops statt. Der Umgang mit Materialien, Farben und Formen hat schon manchen Besucher verborgene Talente entdecken lassen. Solche Veranstaltungen dienen der Unterstreichung der Position des MARTa Museum, Gebiete wie Design und Kunst nicht getrennt zu betrachten. Allein den Begriff Design sieht man im MARTa nicht aus rein funktionalen Aspekten, sondern als Ergebnis kreativen Wirkens.
Die Kreativität lässt sich bereits am Gebäude selbst erkennen. Die sehr eigenwillige Form, welche von dem Architekten Frank Gehry entworfen wurde, lässt auf viel Experimentierfreude und Offenheit für neue Ideen schließen. Keine Symmetrie, dafür runde und verschachtelte Formen mit scheinbar wild abgeschrägten Dachkonstruktionen lassen ein wenig ahnen, was Sie im Innern erwarten dürfen. Dass Sie in Richtung Straße keine Fenster entdecken werden, bedeutet nicht, dass die Ausstellungen künstlich erleuchtet werden. Im Gegenteil: in der Architektur wurden ausreichend Lichtkanäle geschaffen.
Dass das MARTa Museum in Herford als Wirtschaftsfaktor nicht zu unterschätzen ist, zeigt eine Erhebung, welche mit Besuchern durchgeführt wurde. Fast 65% der Besucher kamen extra wegen des MARTa Museum nach Herford. Die weiteren Angebote, die Herford bietet, beispielsweise die Gastronomie und der Einzelhandel, profitieren davon. In Zahlen ausgedrückt, rechnet man insgesamt in Herford mit über drei Millionen Euro zusätzlichen Einnahmen. Die Auswirkung und Anziehungskraft, die das MARTa Museum in Herford ausüben, wurde im Januar 2010 durch die Kooperationsvereinbarung mit der FH-Bielefeld wieder bestätigt.
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