Seit nunmehr vier Monaten ist die Regividerm Salbe, eine rosafarbene Salbe, die aus Vitamin B12 und Avocadoöl besteht, in aller Munde. Den Anfang zu diesem Aufsehen machte eine TV-Dokumentation, die im Oktober 2009 ausgestrahlt wurde. Sie alleine legte zahlreiche Fakten auf den Tisch, die zu heftigen Diskussionen führten. So sollte ein Student bereits vor mehr als 20 Jahren die Salbe entwickelt haben, weil seine Freundin unter Neurodermitis litt. Bei ihr schlug die Salbe an, die Hauterkrankung ging zurück. Der Student forschte weiter, entwickelte die rosafarbene Salbe weiter und wollte sie an Pharmakonzerne verkaufen.
Diese bekundeten laut dem TV-Bericht auch Interesse an dem Kauf des Patents, wollten die Regividerm Salbe allerdings nicht herstellen. Ihnen wurde nun unterstellt, dass sie an chronischen Krankheiten, wie der Schuppenflechte und der Neurodermitis gutes Geld verdienen, solange keine wirksamen Medikamente auf den Markt kommen.
Wenige Tage später ereilte uns alle die Nachricht, dass die Regividerm Salbe bereits ab Mitte November auf den Markt kommen sollte. Kritiker meldeten sich kurzerhand zu Wort. Sie empfanden die gesamte TV-Dokumentation als reinen Werbegag. Damit sollte lediglich der Abverkauf der Salbe unterstützt werden. Zudem sei noch nicht bewiesen, wie gut oder schlecht die Salbe wirke, lediglich drei kleine Studien mit vergleichsweise wenigen Teilnehmern und über einen kurzen Zeitraum waren durchgeführt worden. Das reiche bei weitem nicht aus. Dennoch kam die Salbe auf den Markt und hat sich als ein Mittel herausgestellt, das bei einigen Patienten gut hilft, bei anderen dagegen nicht. Von einem Wundermittel, wie ursprünglich berichtet, kann also keine Rede sein.