Die Nase trieft, die Augen tränen, so richtig genießen kann man den Sommer so nicht. Heuschnupfen ist einer der häufigsten Allergien in Deutschland. Millionen Deutsche graut es schon im Frühjahr vor den Symptomen ihrer Allergie. Wen es besonders hart trifft, der muss sich mit starken Arzneien eindecken, nach dem Besuch im Park duschen oder am besten nach Regenperioden das Haus verlassen. Es gibt auch dauerhafte Therapie, doch die kann Jahre dauern.
Laut Pollenflugkalender macht bereits im Januar die Erle den Anfang und schickt ihre Pollen los. Der Pollenflug ist die Art der Pflanzen, ihren Blütenstaub in ihrem natürlichen Umfeld zu verbreiten. Der Blütenstaub fliegt dann, vom Wind getragen durch die Luft und legt sich überall nieder. Das tun verschiedene Pflanzen bis in den September hinein, wo der Pollenflugkalender mit der Blütezeit der Nesseln endet.
Das Problem für Allergiker ist, dass Blütenstaub eine bestimmte Reaktion hervorruft, wenn er aus Wasser trifft, wie es der Fall ist, wenn Blütenstaub auf Schleimhäute treffen. Die dabei produzierten Enzyme rufen im Körper des Allergikers Abwehrreaktionen hervor, die ein gesunder Mensch nicht zeigen würde. Symptome sind Niesen, tränende Augen, verstärkte Hautreizungen, vor allem auch bei direkter Berührung mit den Pflanzen oder sogar asthmatische Anwandlungen.
Als Gegenwirkungen gegen die Reaktionen von Heuschnupfen kann der Betroffene diverse Präparate aus der Apotheke, auch rezeptfrei erwerben. Je nach Stärke des Heuschnupfens können diese Medikamente die Symptome der Allergie eindämmen. Dazu gehören etwa Augen- und Nasentropfen, Tabletten oder Salben. Gerade, wer in der Blütezeit der Allergie erregenden Pflanze nach draußen geht, sollte sich mit derartigen Gegenmitteln ausrüsten.
Kurzfristig hilft auch eine Gesichtswäsche nach dem Außenaufenthalt. Insbesondere vor dem Zubettgehen sollte der Allergiker die Kleidung wechseln, sowie Gesicht und Haare durch Waschen von den Pollen befreien. Sonst werden diese über Nacht im Kissen verteilt und somit mit dem Gesicht in Kontakt gebracht.
Die Diagnose erfolgt beim Hautarzt durch den Prick-Test vorgenommen. Darin werden Lösungen der Allergene auf die Haut geträufelt. Nach nur ca. 15 Minuten hat man Gewissheit.
Eine langfristige Lösung der Therapie ist die Eigenblutbehandlung, eine Immuntherapie, bei der versucht wird, das Blut und den Körper gegen die Allergene immun zu machen. Dazu muss der Patient in regelmäßigen Terminen beim Arzt Spritzen mit einer individuellen Lösung injiziert bekommen. Diese Therapie kann jedoch drei Jahre oder länger dauern.