Wenn man irgendwann im frühen Teenie-Alter das erste Mal wirklich mit Sicherheit sagen kann, was man “später mal werden” möchte, stellt sich automatisch die Frage: Ist für den Berufswunsch eine Ausbildung oder ein Studium nötig? Die Entscheidung über die Berufswahl kann eigentlich gar nicht früh genug fallen, denn mit ihr stellen sich nicht nur die Weichen für das spätere Leben, sondern auch schon für den nächsten Schultag.
Natürlich sollten Kinder immer aufmerksam in der Schule sein, keinen Quatsch machen und zu Hause brav ihre Hausaufgaben machen. Doch wenn sie versetzungsgefährdet sind und eigentlich Astronaut werden wollen, sollte sich etwas ändern. Mit der Frage Ausbildung oder Studium kann man sich nicht früh genug beschäftigen, denn man kann sich mit schlechten Schulleistungen schon früh den Weg zum Traumjob verbauen.
Und dabei spielt es keine Rolle, ob man manche Ausbildungen auch schon machen kann, wenn man “nur” einen Hauptschulabschluss hat. Auch eine Ausbildung mit Hauptschulabschluss erfordert Disziplin, Fleiß und Durchhaltevermögen. Auch der zukünftige Chef, Meister oder Vorgesetzte wird die Zeugnisse des potentiellen Azubis prüfen und sofort bemerken, wenn der Bewerber sich gerne auf die faule Haut setzt. War man dagegen stets fleißig, muss man es in der Ausbildung auch sein. Gerade in handwerklichen Berufen werden Faulheit, Schludrigkeit oder Unpünktlichkeit gar nicht gern gesehen und die neuen Anforderungen an Fleiß, Einstellung und Hartnäckigkeit sind oft ganz ungewohnt, wenn man eben erst dem Hotel Mama entflogen ist.
Haben es da vielleicht sogar die Studenten leichter? Sie müssen zwar eine wesentlich längere Schullaufbahn überstehen, tappen danach aber oft in die Studienfalle. Nach bestandenem Abi gehen viele erst einmal jobben, auf Rucksackreise oder viele Partys. In der Zeit bis zum Studium das Lernen verlernt, das haben schon viele Erstsemester erlebt. Die Eigeninitiative, die man in einem Studium erbringen muss, ist oft nicht Jedermanns Sache. Man muss sich selbst den Stundenplan zusammenstellen, selbst Kurse belegen, sich für Hausarbeiten und Klausuren rechtzeitig anmelden und natürlich auch Bücher und Lernstoff aus den Kursen selbst beschaffen.
Ob Ausbildung oder Studium, beide Wege der Ausbildung haben so ihre Tücken und Herausforderungen. Wenn man sie besteht, ist man ein Stückchen reifer fürs Leben. Wichtig sind jedoch reifliche Überlegungen, wohin der Weg gehen soll - je früher, desto besser!